Was ist ein Dekanat?

Aus der Dekanatsordnung im Bistum Osnabrück

§ 1 Umschreibung des Dekanates
(1) Um die Seelsorge durch gemeinsames Handels zu fördern, sind mehrere benachbarte Pfarreien des Bistums Osnabrück in Dekanate zusammengefasst (vgl. can. 374 § 2 CIC).
(2) Die Einrichtung, Veränderung oder Aufhebung eines Dekanates aufgrund seelsorglicher oder verwaltungsmäßiger Erfordernisse erfolgt durch den Diözesanbischof.
(3) Gemäß dem Dekret des Diözesanbischofs gliedert sich das Bistum Osnabrück in folgende Dekanate: Osnabrück-Stadt, Bremen, Emsland-Mitte, Emsland-Nord, Emsland-Süd, Grafschaft Bentheim, Osnabrück-Nord, Osnabrück-Süd, Ostfriesland, Twistringen.

§ 2 Zweck des Dekanates
Als pastorale Einheit zwischen dem Bistum und den Pfarreien/Pfarreiengemeinschaften – und somit als Bindeglied zum Bistum – unterstützt das Dekanat den Bischof bei der Leitung der Diözese

– durch Verwirklichung der Planungen und Ziele/Zielvereinbarungen der Diözese unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse,
– durch Vermittlung von pastoralen Anregungen und Wünschen der Pfarreien (und Pfarreiengemeinschaften) an den Bischof,
– durch Wahrnehmung von Aufgaben im Auftrag des Bischofs.

Das Dekanat fördert subsidiär die Seelsorge durch gemeinsames
Handeln.

§ 3 Aufgaben des Dekanates
Aus der Zielsetzung, die Seelsorge durch gemeinsames Handeln zu koordinieren und zu fördern, werden im Dekanat insbesondere folgende Aufgaben wahrgenommen:
l. Unterstützung der Pfarreien bei der Erfüllung ihrer Aufgaben
2. Entwicklung und Beratung pastoraler Konzeptionen
3. Theologische, pastorale und spirituelle Bildung der haupt- und ehrenamtlichen Dienste im Dekanat
4. Anpassung von Richtlinien und Maßnahmen des Bistums für den Bereich des Dekanats und die Sorge für deren Verwirklichung
5. Förderung von Begegnung und Austausch pastoraler Erfahrungen – auch themen- und aufgabenbezogen – und Planungen zwischen den Geistlichen und allen Hauptamtlichen im pastoralen Dienst, u. a. durch Vollversammlungen der Dekanatskonferenzen und Bereichskonferenzen
6. Wahrnehmung von kategorialen Aufgaben, die allein durch Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften nicht wahrgenommen werden können
7. Beauftragung von Ehrenamtlichen auf Dekanatsebene
8. Förderung der Beratung pastoraler Fragen und Schwerpunktsetzungen für das Dekanat aus ehrenamtlicher und hauptamtlicher Perspektive
9. Planung und Durchführung von Projekten und/oder pastoralen Maßnahmen auf Dekanatsebene
10. Kontaktpflege zu Öffentlichkeit, Medien, kommunalen Körperschaften, außerkirchlichen Einrichtungen und Organisationen sowie Schulen
11. Pflege ökumenischer Kontakte auf Dekanatsebene
12. Kontaktpflege zu anderen kirchlichen Stellen, Einrichtungen und Organisationen (z. B. Caritas, Verbände, Schulen, Gemeinschaften, Ordensgemeinschaften) und gegebenenfalls deren Unterstützung