Satzung

Satzung der Dekanatsarbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte

vom 17. August 1988 in der Fassung vom 3. November 2006

Art. 1
Die Dekanatsarbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte

Die Arbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte im Dekanat ist ein Gremium, in dem Priester und Laien zusammen mit dem Dechanten gemeinsam Verantwortung tragen für die Seelsorge im Dekanat.

Art.2
Aufgaben

Die Dekanatsarbeitsgemeinschaft hat die Aufgabe, die das Dekanat betreffenden pastoralen Fragen zu untersuchen, zu beraten und hierzu praktische Folgerungen vorzuschlagen. Dazu
gehört z. B.:
1. die Arbeit der Pfarrgemeinderäte im Dekanat und der kirchlichen Organisationen, Einrichtungen und Gruppen anzuregen, zu fördern und zu koordinieren,
2. Leitlinien für die Behandlung der pastoral bedeutsamen Fragen und gemeinsame pastorale lnitiativen im Dekanat zu entwickeln,
3. Anregungen zu geben für die Pastoral in dem betreffenden Bistumsteil,
4. Mitglieder in den Katholikenrat nach Maßgabe der jeweiligen Satzung zu wählen,
5. mit dafür zu sorgen, dass die vom Katholikenrat gefassten Beschlüsse wirksam werden,
6. ein bis zwei Mitglieder in die jeweilige Dekanatspastoralkonterenz zu entsenden.

Art.3
Mitglieder

Mitglieder der Dekanatsarbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte sind:
a) der Dechant,
b) je ein von den im Dekanat tätigen Priestern und den im Dekanat tätigen hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitern entsandtes Mitglied,
c) Laienmitglieder eines jeden Pfarrgemeinderates. Jeder Pfarrgemeinderat soll im Regelfall mindestens ein Laienmitglied, höchstens zwei Laienmitglieder in die Dekanatsarbeitsgemeinschaft entsenden,
d) bis zu drei auf die Dauer von vier Jahren von der Dekanatsarbeitsgemeinschaft berufene Mitglieder.
Sofern für mehrere Pfarrgemeinden ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat gebildet worden ist, kann dieser abweichend von Buchstabe c) so viele Laienmitglieder des gemeinsamen Pfarrgemeinderates in die Arbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte entsenden, wie Pfarrgemeinden am gemeinsameinsamen Pfarrgemeinderat beteiligt sind. Die Laienmitglieder sollen jeweils verschiedene Pfarrgemeinden als Mitglieder angehören.
Sofern für mehrere Pfarrgemeinden kein gemeinsamer Pfarrgemeinderat besteht, kann der Gemeindeverbund abweichend von Buchstabe c) so viele Laienmitglieder der Pfarrgemeinderäte in die Dekanatsarbeitsgemeinschaft entsenden, wie Pfarrgemeinden am Gemeindeverbund beteiligt sind. Die Pfarrgemeinderäte des Gemeindeverbundes haben sich hinsichtlich der zu entsendenden Personen abzustimmen. Die Laienmitglieder sollen jeweils verschiedenen Pfarrgemeinden als Mitglieder angehören.
Im Falle der Errichtung, Aufhebung oder Veränderung von Pfarrgemeinden (pastoraler Raum) kann der Pfarrgemeinderat einer Pfarrgemeindeabweichend von Buchstabe c) so viele Laienmitglieder des neu gebildeten Pfarrgemeinderates in die Dekanatsarbeitsgemeinschaft entsenden,  wie Pfarrgemeinden an der Errichtung, Aufhebung oder Veränderung der Pfarrgemeinde beteiligt waren. Die Laienmitglieder sollen jeweils verschiedenen Gebietsteilen, die vormals eine Pfarrgemeinde bildeten, angehören. Diese Regelung gilt nur für die auf die Errichtung, Aufhebung oder Veränderung der Pfarrgemeinde folgende Amtsperiode der Dekanatsarbeitsgemeinschaft.

Art.4
Sitzungen

Die Dekanatsarbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte tritt auf Einladung des Vorsitzenden wenigstens zweimal im Jahr zusammen. Außerdem findet mindestens einmal im Jahr eine gemeinsame Konferenz zwischen der Arbeitsgemeinschaft und den im Dekanat tätigen Geistlichen und hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitern statt.

Art.5
Vorstand

(1) Aufgabe
Der Vorstand bereitet die Sitzungen vor. Er übernimmt die Aufgaben, die ihm die Arbeitsgemeinschaft überträgt und entscheidet in Angelegenheiten, die zwischen den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft zu regeln sind.
(2) Zusammensetzung
Mitglieder des Vorstandes sind:
a) der von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte gewählte Vorsitzende
b) der Dechant,
c) mindestens zwei weitere von den Mitgliedern der Dekanatsarbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte gewählte Vorstandsmitglieder.
(3) Neben dem Vorsitzenden ist von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte ein stellvertretender Vorsitzender zu wählen.

Art.6
Ausschüsse

Die Dekanatsarbeitsgemeinschaft kann im Rahmen ihrer Aufgaben Ausschüsse bilden, die in Zusammenarbeit mit dem Vorstand Vorlagen für die Arbeitsgemeinschaft erarbeiten. Diesen Ausschüssen können auch Nichtmitglieder der Arbeitsgemeinschaft angehören. Soweit es die seelsorglichen Verhältnisse anraten, können Pfarrgemeinderäte zusätzlich örtliche Arbeitskreise untereinander bilden.

Art.7
Protokollführung

Über die Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft, des Vorstandes und der Ausschüsse sollen Ergebnisprotokolle angefertigt werden.

Art.8
Stimmberechtigung und Beschlussfassung

(1) Stimmberechtigt sind alle Mitglieder der Dekanatsarbeitsgemeinschaft. Die Dekanatsarbeitsgemeinschaft fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit der erschienenen Mitglieder.
(2) Sofern der Dekanatsarbeitsgemeinschaft zwei Laienmitglieder eines Pfarrgemeinderates angehören (Art. 3 Buchstabe c, 2. Alternative), haben diese nur eine Stimme.
(3) Für den Vorstand gilt Abs. 1 entsprechend.

Osnabrück, 3. November 2006

Der Bischof von Osnabrück
Dr. Franz-Josef Bode